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Systemisch-lösungsorientiertes Coaching Margret Kock
3 Min. Lesezeit

Selbstmitgefühl (Teil 3): Selbstakzeptanz stärken und aufbauen.

Wie Sie Ihren inneren Kritiker zähmen und sich selbst die beste Freundin werden – Trainingseinheiten für mehr Selbstakzeptanz.

Selbstmitgefühl (Teil 3): Selbstakzeptanz stärken und aufbauen.

Wie wir beim Sporttraining unsere körperliche Kondition trainieren können, so können wir auch unser Mitgefühl mit uns selbst trainieren. Stärken Sie sich, indem Sie aufmerksamer und freundlicher gegenüber sich selber sind.

1. Trainingseinheit: Auf sich achtgeben!

Es ist wichtig, zunächst unser Bewusstsein für unseren inneren Dialog zu schärfen, um mitzubekommen, was wir uns den lieben langen Tag so erzählen.

Beobachten Sie sich selber:

  • „Wie denke ich über mich?“
  • „Wie spreche ich mit mir selbst?“
  • „Wie gehe ich mit mir um, wenn ich einen Fehler gemacht habe?“

Lernen Sie Ihren inneren Kritiker kennen. Was sagt er? „Du kannst es einfach nicht.“ „Streng Dich an!“ „Das geht doch echt noch besser!“ Es gehört Mut dazu, dem inneren Kritiker in die Augen zu sehen und hinzuhorchen, worauf er uns aufmerksam machen will. Vielleicht geht es um Anerkennung, Dazugehören oder Wertschätzung. Hören Sie auf das Bedürfnis dahinter.

Aber denken Sie daran: „Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen!“ (Victor Frankl). Sie haben die Freiheit, anders über sich zu denken.

2. Trainingseinheit: Sich selbst die beste Freundin sein!

Wünschen Sie dem Menschen, mit dem Sie im Leben am meisten zu tun haben – nämlich sich selber – etwas Freundliches!

Was brauchen Sie in diesem Moment? Ein wenig Verständnis, Geborgenheit, Ruhe, Zuversicht, Unbeschwertheit, …?

Aktivieren Sie die innere Freundin, den inneren Freund in sich. Hören Sie auf die ermutigende Stimme in sich. Was würde ich einer guten Freundin, einem guten Freund raten, wenn sie / er in meiner Situation wäre?

Minimalistische Strichzeichnung einer sitzenden Person mit über der Brust gekreuzten Händen und leicht gesenktem Kopf.

Also anstelle von: “Ich bin ein totaler Versager. Sogar das kriege ich nicht hin. Bei allen anderen klappt’s doch aus, nur bei mir nicht. Ich sollte es am besten gleich aufgeben.”

Sagen Sie besser: „Ich wünsche mir selber Zuversicht. Aller Anfang ist schwer. Jede Veränderung braucht Geduld und Zeit. Ich mache einfach weiter und gebe mein Bestes.“

Das Leben kann sehr viel einfacher werden, wenn wir uns selber mögen.

3. Trainingseinheit: Vertrauen ins Leben haben – Wir sind nicht allein!

Machen Sie es sich bewusst: Sie sind nicht allein! Es tut gut, sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen. Geht es uns schlecht, neigen wir dazu, uns zurückzuziehen und uns von anderen Menschen zu isolieren. Wenn wir einen schlechten Tag haben, Fehler machen und negatives Feedback bekommen, denken wir vielleicht, dass es nur uns so geht. Das passiert aber den meisten Menschen. Wir glauben, die anderen haben es leichter und besser im Leben als wir.

Klar ist, wir sitzen alle im selben Boot.

Eine Übung für Sie:

Wofür sind Sie dem Leben und den Menschen um Sie herum dankbar?

  • Überlegen Sie drei Aspekte Ihres Lebens, für die Sie dankbar sind.

Wofür sind Sie sich selbst dankbar?

  • Beschreiben Sie drei Ihrer eigenen Qualitäten (Begabungen, Eigenschaften), für die Sie dankbar sind.
  • Neff, Kristin (2022): Kraftvolles Selbstmitgefühl für Frauen: Klar für sich selbst einstehen, engagiert handeln und Erfüllung finden. Kailash Verlag. München
  • MSC Selbstmitgefühl

Häufig gestellte Fragen